Digitales Betreuungsprogramm: Media4Care fördert kognitive Fähigkeiten bei Demenzpatienten

 

Multimediales Betreuer-Tool von Media4Care wird derzeit in über 1.300 deutschen Pflegeeinrichtungen eingesetzt

Erste Zwischenergebnisse aus einer gemeinsamen Evaluation mit der IKK classic umfasst knapp 500 Teilnehmer, darunter Betreuer, Mitarbeiter des sozialen Dienstes, Pflegedienstleitungen sowie Einrichtungsleitungen

84% der Befragten waren zufrieden bzw. sehr zufrieden mit den Betreuungsangeboten von Media4Care

 

Berlin, 01.12.2020, Die Betreuung von an Demenz erkrankten Pflegeheimbewohnern stellt für das Pflegepersonal eine besondere Herausforderung dar: Denn bei einer weit fortgeschrittenen demenziellen Erkrankung wird es zunehmend schwerer die Pflegeperson aktiv zu erreichen und deren Aufmerksamkeit für einen längeren Zeitraum zu gewinnen. Das Berliner Digital-Health-Unternehmen Media4Care entwickelt daher seit 2013 ein multimediales Tool zur angemessenen Betreuung von pflegebedürftigen Senioren. Die Tablet-Software bietet mit seinen zahlreichen Inhalten nicht nur Senioren eine einfache und barrierefreie Beschäftigungsmöglichkeit, sondern unterstützt auch das Betreuungs- und Pflegepersonal in ihrer täglichen Arbeit. 

 

In einer gemeinsamen Kooperation mit der IKK classic, wurde ein mehrmonatiges kostenloses Pilotprojekt für deutsche Pflegeeinrichtungen ins Leben gerufen, um die Media4Care-Software in das tägliche Leben des Pflegepersonals und der Heimbewohner zu integrieren. Media4Care bietet dabei nicht nur mediale Unterhaltungsmöglichkeiten, sondern fördert zudem die mentale Fitness von Demenzkranken durch spielerische Denksportaufgaben. Derzeit wird das Betreuer-Tablet in 1.380 deutschen Pflegeeinrichtungen als Betreuungsprogramm eingesetzt. Erste Zwischenergebnisse liegen zur Auswertung der gemeinsamen Arbeit vor: An der Umfrage nahmen bis dato knapp 500 Betreuer, Mitarbeiter des sozialen Dienstes, die Pflegedienstleitung sowie die Einrichtungsleitung teil. Das Tablet wurde von den Pflegenden sowohl in der Einzel- (63%) als auch in der Gruppenbetreuung (40%) eingesetzt. Für 78% der Befragten stellt das Tablet eine sinnvolle Unterstützung als Betreuungsprogramm im Alltag dar. Zudem nutzen etwa die Hälfte der Befragten (46%) das Tablet dabei mehrmals wöchentlich – ca. 22% der Betreuer nutzen es sogar einmal oder mehrmals am Tag. 

 

Nicht nur die Betreuungskomponente findet bei den Teilnehmern eine hohe Resonanz sondern auch die positiven Effekte auf die demenzielle Erkrankung der pflegebedürftigen Senioren. Während des bisherigen Evaluationszeitraumes vermerkten 80% des Pflegepersonals, dass sie eine deutliche Anregung der kognitiven Fähigkeiten der Senioren beobachten konnten. Hierbei fanden besonders die Spiele, als auch die Fotogalerie positiven Anklang. Eine Pilotstudie von Forschern der Berliner Charité, die im Auftrag der Stiftung „Zentrum für Qualität in der Pflege“ durchgeführt wurde, bestätigt den positiven Einfluss von tablet-gestützten Beschäftigungsmöglichkeiten auf das Wohlbefinden und die Aktivierung von demenziell erkrankten Pflegeheimbewohnern.

Ziel von Media4Care ist es pflegebedürftigen Senioren wieder mehr Lebensfreude zu schenken und vor allem ihre Eigenständigkeit ein Stück weit zurückzugewinnen. Die Evaluation bestätigt dieses Ziel, denn 78% der Befragten konnten bei ihren Heimbewohnern eine hohe bzw sehr hohe positive Resonanz auf die Inhalte des Tablets feststellen:

 

Durch meine eigene, ganz persönliche Erfahrung weiß ich, wie traurig und schwer es ist, wenn ein geliebter Mensch an Demenz erkrankt. Umso schöner ist es durch diese Evaluation aufzeigen zu können, dass unsere Media4Care-Software den Betroffenen eine pflegegerechte Aktivierungs- und Unterhaltungsmöglichkeit bietet”, sagt Marc Aurel Engels, Gründer von Media4Care.

 

Bis 2035 wird die Zahl der Pflegebedürftigen, laut Prognose des Pflegeheim-Atlases, auf circa 3,8 Millionen Menschen ansteigen. Darüber hinaus verweist die Deutsche Alzheimer Gesellschaft darauf, dass mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland bis 2030 an Demenz erkranken werden. “Digitale Lösungen, wie tablet-gestützte Betreuungsprogramme, sind ein wichtiger Baustein, um den Herausforderungen zu begegnen, die die steigende Anzahl an Betroffenen sowie der fortschreitenden Fachkräftemängel mit sich bringen. Durch Innovationen im Pflegealltag lassen sich Betreuungslücken für pflegebedürftige Patienten in Zukunft verhindern”, ergänzt Carsten Clanget Geschäftsführer von Media4Care.

 

Über Media4Care
Media4Care hat eine Software entwickelt, die ein multimediales Verbindungstool zwischen pflegebedürftigen Senioren und ihren Angehörigen darstellt. Dabei wird ein Tablet mit Programmen eingesetzt, die in enger Zusammenarbeit mit Pflegeeinrichtungen entwickelt wurden. Dieses bietet nicht nur mediale Unterhaltungsmöglichkeiten, sondern fördert zudem die mentale Fitness von Demenzkranken durch spielerische Denksportaufgaben. Das integrierte Kommunikations-Feature mit Chat- und Video-Telefonie bietet zudem einen sicheren digitalen Raum, um die emotionale Verbindung mit Familie und Freunden zu stärken. Das Media4Care-Telecare-System unterstützt pflegebedürftige und demenzkranke Senioren darin, ihren Alltag mit einer digitalen Lösung zu ergänzen und generiert dabei Lebensfreude und Lebensqualität. Weitere Informationen unter: www.media4care.de

 

Pressekontakt
Media4Care
Carolina Osses | PIABO PR 
Pressesprecherin
Tel.: (030) 25 76 205 – 48
media4care@piabo.net
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